Bahnlatschen - Stillgelegte Eisenbahnstrecken - bahnlatschen.de

1942 Wolfenbüttel - Helmstedt (KBS 312)

Rubrik:Niedersachsen, Mehrtagestour
Start:Schöningen
Ziel:Schöppenstedt
Länge:52,32 km

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Informationen zur Tour

Die erste staatliche Eisenbahn im Deutschen Bund war die von der Herzoglich Braunschweigischen Eisenbahn am 1. Dezember 1838 eröffnete Strecke von Braunschweig nach Wolfenbüttel. Sie verband die beiden wichtigsten Städte im damaligen Herzogtum Braunschweig.

Am 10. Juli 1843 eröffnete die Strecke Wolfenbüttel–Schöppenstedt–Jerxheim, von wo aus eine Querverbindung über Gunsleben nach Oschersleben zur Magdeburg–Halberstädter Eisenbahn verlief. Diese war bis zur Eröffnung der Berlin–Lehrter Eisenbahn 1871 Bestandteil der kürzesten Verbindung zwischen Hannover und Berlin.

Von Jerxheim wurde eine Stichstrecke über Schöningen nach Helmstedt gebaut, die am 20. Juli 1858 den Verkehr aufnahm. Dieser Neubauabschnitt war kürzer und führte durch bautechnisch einfacheres Gelände als die 1872 folgende Direktverbindung Helmstedt–Braunschweig über Königslutter auf der jetzigen Bahnstrecke Braunschweig–Magdeburg. Zum Knoten Jerxheim wurden weitere Strecken geführt, wie die am 1. Mai 1868 eröffnete Strecke von Börßum, von wo aus die Braunschweigische Südbahn nach Kreiensen verlief. Über die Bahnstrecke Kreiensen–Altenbeken konnte dann das Ruhrgebiet erreicht werden. Diese Linie wurde insbesondere im Ferngüterverkehr bedeutsam und übernahm auch einzelne D-Züge. Später kamen Nebenbahnen wie die Jerxheim–Nienhagen (1890) und die Braunschweig–Schöninger Eisenbahn (1902) hinzu. Die Abschnitte von Wolfenbüttel nach Jerxheim und zwischen Schöningen und Helmstedt hatten hingegen nur noch mittlere Bedeutung, sie wurden weder 1914 noch 1939 mit D-Zügen befahren.

Mit der deutschen Teilung trennte die innerdeutsche Grenze alle nach Osten und Südosten abzweigenden Strecken; nur Helmstedt–Magdeburg blieb erhalten. In der Folge verlor die Verbindung Jerxheim–Börßum ihre Bedeutung und wurde aufgegeben. Damit war zwischen der Grenze und dem Höhenzug Elm nur noch die Hauptstrecke Wolfenbüttel–Jerxheim–Helmstedt übrig. Sie wurde trotz mäßigen Verkehrsaufkommens aus strukturpolitischen Gründen erhalten; man schloss die Braunkohlentagebaue im Helmstedter Revier und das Kraftwerk Buschhaus daran an. Zwischen Wolfenbüttel und Schöppenstedt wird sie heute als Nebenbahn betrieben.

Zwischen Helmstedt und dem Kohlekraftwerk Buschhaus wurde die Strecke an EON veräußert und wird als Güterbahn betrieben.

Abzweig Anschlussgleis

Gelatscht wurde am 19. Juli 2014 sowie am 27. und 28. Dezember 2014 ausschließlich der stillgelegte Teil der Strecke (Schöningen - Schöppenstedt)

Stellwerk Schöningen

Streckenende beim Tagebau

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